
Claus von Wagner, M.A. ist Jahrgang 1977. Münchner Spätherbst - leichte Pfeffernote, etwas Holz. Seit 1998 macht er Solokabarett. Der Grund hierfür liegt vielleicht in seiner Herkunft: Aufgewachsen (worden) ist er in einem kleinen oberbayerischen Dorf namens Miesbach.
Nein, Heimat wäre der falsche Ausdruck. Für einen norddeutschen Bayern (Geburtsort: München, Krankenhaus Harlaching; Eltern: Preußen) ist Heimat nur ein sehr diffuses Gefühl, Integration etwas, was anderen passiert und Kindheit - bereits Erwachsenwerden.
"Doch nur wer erwachsen wird und ein Kind bleibt - ist ein Mensch." Deshalb flüchtete er nach Erreichen der Hochschulreife in Miesbach zum Studium zurück nach München: Kommunikationswissenschaft, Neuere Neueste Geschichte, Medienrecht.
Nach nur fünf Jahren, einer Magisterarbeit zum Thema "Politisches Kabarett im deutschen Fernsehen. Zwischen Gesellschaftskritik und Eigenwerbung. Eine Expertenbefragung" und ein paar gewagten Prüfungen blieb ihm die Erkenntnis: Die Abschluss-Urkunde ist nicht mal ansatzweise fälschungssicher. Aber hinterher ist man immer schlauer.
Das Studium ist beendet. Jetzt tritt er auf. Er hat übrigens auch als freier Journalist und Autor für Süddeutsche Zeitung, Antenne Bayern und Konsorten gearbeitet und dabei unter anderem feuilletonistisch gesehen geradezu alfredkerrianische Kritiken verfasst - zumindest was die Länge betrifft. Er kann Kritiker also gut verstehen - meistens jedenfalls.
Ist das gut was der macht?
„Sein Abschied von der Vergangenheit ist ein fulminanter. Claus von Wagner hat einen ganz eigenen Stil gefunden, der ihm mit Sicherheit noch mehr Preise einbringen wird.“
Süddeutsche Zeitung
„Sprachliches Feingefühl, niveauvoller, präziser Witz, dem sensibel auch ernste Momente beigemischt sind, und ein Tempo, in dem er die direktesten Wahrheiten ganz beiläufig versteckt.“
tz-Rose der Woche
„Ein philosophischer Geniestreich, der politisches Kabarett und bedeutungsschweres Theater auf scheinbar schwerelose Füße stellt.“
Wetterauer Zeitung
„Von Wagner gelingt in ungewöhnlicher Sensibilität für Sprache ein begeisternder Abend auf hohem Niveau. Grandios streut er in die Kombination von witziger Alltagsbeobachtung und treffsicherem Politkabarett auch immer wieder ernste Momente ein.“
AZ München
© Claus von Wagner
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